Iyengar-Yoga wurde von B. K. S. Iyengar, geboren 1918, entwickelt. Während seiner jahrzehntelangen Übungspraxis erforschte er jede einzelne Asana (Körperübung) auf ihre korrekte Ausführung und Wirkungsweise. Iyengar „erfand“ aus seiner eigenen Praxis heraus Hilfsmittel wie Gurte, Klötze, Stühle, Polster und vieles mehr Rückenbänke. Die Hilfsmittel (auch Props genannt) ermöglichen fast jedem Yoga-Übenden, fast alle Asanas (auch schwierigere) Asanas einzunehmen und auch einfach erscheinende Asanas intensiver wahrzunehmen.

Iyengar-Yoga ist somit für sportliche Menschen genauso interessant wie für Menschen mit Einschränkungen leidende.

Die Ausbildung zum zertifizierten Iyengar-Yoga-Lehrer dauert 3 Jahre und kombiniert anspruchsvolle Asana-Praxis mit dem notwendigen philosophischen und anatomischen Wissen.

Typisch für den kraftvollen und fordernden, aber achtsamen Unterricht im Iyengar-Yoga sind drei Aspekte:

Technik – die Asanas werden sehr genau ausgeführt und oft mit Hilfsmitteln wie Gurten, Stühlen und Blöcken unterstützt, um die Übung zu erleichtern oder zu intensivieren.

Dauer – die Asanas werden besonders im fortgeschritten Stadium länger gehalten (mindestens 3 Atemzüge für Anfänger, 3 Minuten für Fortgeschrittene), damit sich eine dehnende und kräftigende, aber auch biochemische, psycho-mentale Wirkung entfaltet.

Sequenz – welche Asanas passen zu den äußeren (z.B. Wetter, Tageszeit) und inneren Bedingungen (nervlicher und körperlicher Zustand der Teilnehmer).

Die Kombination dieser 3 Aspekte lässt uns die Asanas bis ins Zentrum unseres Seins fühlen.

Iyengaryoga ist ein eher statischer Yogastil, dynamische und fließende Elemente findet man hier kaum.

Für Fortgeschrittene Iyengis ist das Praktizieren der Asanas Meditation.

Zitat B.K.S. Iyengar: "Asana is meditation in action."

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