WAKE UP HAPPY!! WITH ESTHER

Diese Übungsfolge begleitet uns sehr sanft in den Tag. Der Körper wird gestreckt, Oberkörper und Rumpf werden stimuliert. Mit der "Katze" wird die Wirbelsäule aktiviert und sanft gedehnt, der "Hund" aktiviert die hintere Beinmuskulatur und streckt die Wirbelsäule. Mit der "Cobra" wird die Vorderseite des Körpers gestreckt und die Verdauung aktiviert. Abgeschlossen wird die Übungsfolge mit dem "Twist", mit dem der Körper aktiviert und stimuliert wird.

Bhakti Fest 2009 - Donna De Lory - Hey Ma Durga

Pranajama - Wechselatmung

Ein wichtiger Bestandteil des Yoga ist Pranajama, die Arbeit mit dem Atem. Hierfür gibt es die verschiedensten Techniken. Einige dieser Atemtechniken sind erhitzend, einige wirken kühlend, manche wecken uns auf, andere beruhigen uns und wieder andere sorgen für innere Balance.

Eine dieser Atemtechniken ist die Wechselatmung. Diese Technik kann man immer und überall praktizieren und sie kann von jedem praktiziert werden, ob Anfänger, jung oder alt. Die Wechselatmung sorgt für Balance in Körper, Geist und Seele.

Meist nehmen wir es gar nicht wahr, aber normalerweise wechselt unser Atem alle 1 ½ bis 2 Stunden von einem Nasenloch zum anderen. Nach der yogischen Philosophie beeinflusst dieser Wechsel unseren Geisteszustand und unser physisches Wohlbefinden. Wir haben ein Netzwerk von Kanälen in unserem Körper; in der chinesischen Medizin werden diese Kanäle als Meridiane bezeichnet, in Yoga und Ayurveda nennen wir diese nadis. Je nachdem, welches Nasenloch gerade aktiv ist, werden verschiedenen nadis stimuliert. So wirkt sich das Atmen durch das rechte Nasenloch zum Beispiel stimulierend aus, während Atmen durch das linke Nasenloch eher beruhigt. Gleichen wir nun das Atmen durch beide Nasenlöcher aus, so werden unsere Gedanken klar, wir fühlen uns zentriert und erleben mentale und subtile Reinigung.

Der Sanskrit-Name dieser Atemtechnik, nadi shodhana, wird übersetzt mit Reinigung der nadis, was uns eine wunderbare Balance in Körper und Geist empfinden lässt.

Die Wechselatmung kann von jedem praktiziert werden, ob Anfängern, jung oder alt. Einer der größten Vorteile ist, dass die Wechselatmung das parasympathische Nervensystem anregt und somit Stress reduziert – und das können wir alle brauchen.

Übungsanleitung:

• setze dich in eine bequeme Sitzhaltung
• verschließe dein rechtes Nasenloch mit mit dem Daumen deiner rechten Hand
• atme nun tief durch dein linkes Nasenloch ein
• halte die Luft an, solange es sich für Dich gut anfühlt
• verschliesse nun mit deinem Ringfinger dein linkes Nasenloch
• dann atme durch das rechte Nasenloch aus und wieder ein.

Damit hast Du eine Runde der Wechselatmung abgeschlossen. Wiederhole diese Übung nun mehrmals und achte darauf, dass Du jede Atemrunde abschliesst, bevor Du die Übung beendest.



Praktiziert man die Wechselatmung z.B. am Morgen, so kann sie helfen den Geist zu zentrieren und schafft die ideale Grundlage für einen anstrengenden Tag. Abends hilft Sie hingegen zu relaxen.
Kundalini-Yoga spielt besonders im Tantrismus und Kriya-Yoga eine wichtige Rolle. Auch im Sikhismus praktiziert man Kundalini-Yoga, diese Art von Yoga ist hier beschrieben.

Kundalini Yoga wurde 1968 durch Yogi Bhajan aus Nordinien in den Westen gebracht. Yogi Bhajan, der 2004 verstarb, war ein Sikh und so fließen Elemente des Sikh Dharma in seine Lehren ein. Aber wie bei allen Yogaarten ist auch Kundalini-Yoga offen gegenüber allen Religionen. Yogi Bhajan gründete den Verein 3HO - Healthy Happy Holy Organisation" - der gesundes, glückliches und ganzheitliches Leben zum Ziel hat.

"Es ist Dein Geburtsrecht, glücklich zu sein." Yogi Bhajan


Im Gegensatz zum Hatha-Yoga sind die Übungen oft dynamische Bewegungsabläufe, die oft mit der Feueratmung verbunden werden. Sie richtet sich stark auf das Spüren der eigenen Lebensenergie. Viele Übungen werden im Schneidersitz oder Fersensitz ausgeführt, aber auch aus dem Hatha-Yoga bekannte Asanas finden sich im Kundalini wieder.

Jede Kundalini Übung hat drei Ebenen:

1. Asana (Körperübungen)
2. Pranayama (Atemübungen)
3. Meditation (Dhyana).

Eine wichtige Rolle im Kundalini spielt die Meditation, wobei der Fokus hier auf Mantren liegt, die aus dem Sikhismus stammen. Auch Mudras, Pranayamas und Bandhas werden verwendet.
Jede Kundalini-Stunde nach Yogi Bhajan wird mit dem Mantra

„Ong Namo Guru Dev Namo“ (Ich begrüße die kosmische, schöpferische Energie und den erhabenen Weg zum Licht)
eröffnet...



und mit dem Mantra

„Sat Nam“ (Wahrheit, Identität)

beendet.

Eine Übungsreihe wird als Kriya bezeichnet, ist in ihrer Abfolge vorgeschrieben und darf nicht verändert werden.

Kundalini-Yoga nach Yogi Bhajan gehört eher zu den spirituellen Yoga-Arten und ist meiner Meinung nach für Anfänger nur bedingt geeignet. Wenn man allerdings bereit ist, sich dem spirituellen Aspekt zu öffnen, dann sollte man Kundalini auf jeden Fall einmal probieren. Man merkt sehr schnell, ob man sich dieser Form des Yoga öffnen kann.

"Im Kundalini Yoga ist das wichtigste die Erfahrung. Deine Erfahrung geht direkt in Dein Herz." Yogi Bhajan