Viele Yogaübungen (Asanas) sind nach Tieren benannt. Wenn wir in eine Körperhaltung gehen, dann geht nicht nur unser Körper in einen bestimmte Position, auch unser Geist begibt sich in die Form der damit verbunden Symbolik.

Das geschieht nicht gleich in ersten Yogastunde. Meist kommen Menschen zum Yoga wegen der Fitness und der Entspannung, die Yoga mit sich bringt. Je mehr wir jedoch Yoga praktizieren, um so mehr erzeugen wir auch einen meditativen Geisteszustand. „Mach Deine Praxis und alles wird kommen“, sagte der Yogameister Pattabhi Jois.

Wenn man den „Löwen“ oder auch „Simhasana“ (Simha=Löwe) zum ersten mal praktiziert ist das schon recht befremdlich, es fällt einem erst einmal schwer, sich auf diese Asana einzulassen. Zunge herausstrecken, die Augen weit aufreißen und dann auch noch einen Laut, der tief aus dem Bauch kommt von sich geben, der an das Brüllen eines Löwen erinnert, das schreckt einen besonders in neuen Gruppen erst einmal ab.




Aber man merkt schnell, der „Löwe“ (Simhasana) befreit von Agressionen und Ärger und macht den Kopf frei von Gedanken. Man fühlt sich stark und frei wie ein Löwe in einer weiten Landschaft unter freiem Himmel.

Kinder lieben diese Übung. Brüllen und frei sein wie ein Löwe, die Kraft spüren, das können wir am Besten von Kindern lernen.

Simhasana bringt emotionale Entspannung und Mut, der uns auch im normalen Leben hilft stark und mutig zu sein. Der Löwe löst Spannungen im Brustbereich und im Gesicht, verbessert die Stimme und wirkt sehr befreiend.

Übungsanleitung:
  • man sitzt im Diamantsitz oder im einfachen Fersensitz oder in einer Sitzhaltung, die für einen angenehm ist
  • dann bringt man das Gewicht leicht nach vorne und legt die Handflächen gespreizt auf die Knie und presst gegen die Knie
  • die Schultern sinken nach hinten und nach unten
  • nun öffnet man die Augen weit, steckt die Zunge so weit wie möglich heraus und richtet den Blick nach oben auf Ajna Chakra, den Punkt zischen den Augenbrauen
  • beim Ausatmen gibt man einen „brüllenden“ laut von sich, der tief aus dem Bauchraum kommt
  • nun geht man wieder zurück in die Sitzhaltung
  • diese Übung wiederholt man einige Male und spürt dann nach.

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