Mein erster Yoga-Schultag, ich habe mir eine kleine Yogaschule gesucht, nicht zu spirituell, das ist nicht mein Ding, aber auch nicht nur die sportliche Variante. Hier fühle ich mich schon beim betreten der Schule wohl. Wir lernen verschiedene Yogastile kennen, die Ausbildung geht über 2 Jahre, 500 Stunden, die für die Zulassung bei den Krankenkassen Voraussetzung sind.

Ein kleines Haus in einem Hinterhof, 2 Stockwerke mit jeweils einem Übungsraum, viele Fenster, hell und freundlich und die Nachbarn können zuschauen ;-).

2 Yoga-Lehrerinnen werden uns in den 2 Jahren begleiten, zu verschiedenen Themen werden Spezialisten hinzugezogen, wenn es z.B. um Anatomie und Physiologie geht. Eine der Lehrerinnen ist ganz in weiß gekleidet, sie hat etwas sehr beruhigendes, wirkt ausgeglichen und in sich ruhend. Die andere ist etwas jünger, bunter.

Heute beginnen wir mit einem Ritual zum Beginn unserer Ausbildung. Unsere Lehrerinnen singen Mantras, sie reinigen die Luft mit Wasser, dass in 4 Richtungen verteilt wird und es gibt 3 Schalen mit unterschiedlich gefärbter Asche. Jeder von und kniet vor den beiden Lehrerinnen nieder, sie sprechen Worte in Sanskrit, wir schauen uns zum ersten mal und ganz bewusst in die Augen. Dann bekommen wir 3 Striche aus den bunten Aschen auf die Stirn und knien vor jedem unserer Mitschüler nieder und sehen uns das erste mal so richtig. Dann singen wir noch gemeinsam das Om, ein sehr kräftiges und schwingendes Om, das man so selten in einer Stunde mit Menschen erlebt, mit denen man zum ersten mal Yoga praktiziert.

Ein bisschen komisch ist das schon, das habe ich so nicht erwartet aber es war ein sehr schönes Ritual und die Gesichter werde ich bestimmt alle wieder erkennen. Danach haben wir noch noch ein paar Asanas gemacht und gemeinsam gegessen, natürlich aryuvedisch und sehr lecker, auch das ist eine neue Erfahrung. Wann isst man schon ayurvedisch?! So wird nun übrigens jeder Dienstag ablaufen. Erst der praktische Teil, dann gibt es Essen, das auch direkt vor Ort gekocht wird und dann noch die Theorie. Ich freue mich und habe ein gutes Gefühl.

Als ich zu Hause in den Spiegel schaue habe ich immer noch die Asche auf der Stirn, ein schönes Gefühl.

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