Aha-Erlebnis beim Sonnengruß, 2 Dinge immer falsch gemacht, ist viel einfacher, als ich immer gedacht habe so "grazil" in die Cobra zu kommen, wenn man weiß wie. Und dann noch ein Erfolgserlebnis bei der Meditation – Ausdehnungsmeditation - und ich habe mich ausgedehnt ☺. Wieder eine sehr schöne Stunde und ich bin entspannt nach Hause gefahren.

Die Cobra - Bhujangasana - auf Yoga TV:

Heute haben wir ein Mantra gesungen, ich kann nicht wirklich gut singen, ob ich das jemals lerne werde? Ich gebe die Hoffnung nicht auf. Es war ein sehr schönes Mantra, aber ich vergesse die Melodie ständig ( nennt man das überhaupt Melodie? ) . Meditation nimmt einen weiteren Teil der Stunden in Anspruch, ich genieße diese ruhigen Momente. Aber es fällt mir schwer mich auf die Atmung zu konzentrieren, immer wieder kommen die Gedanken - was war heute alles auf der Arbeit, was passiert morgen, ich habe Hunger.... und bisher ist es mir noch nicht gelungen ein helles Licht zu visualisieren. Aber das kommt noch, man soll sich keinesfalls unter Druck setzen, also nehme ich die Meditation so an, wie sie war.
Mein erster Yoga-Schultag, ich habe mir eine kleine Yogaschule gesucht, nicht zu spirituell, das ist nicht mein Ding, aber auch nicht nur die sportliche Variante. Hier fühle ich mich schon beim betreten der Schule wohl. Wir lernen verschiedene Yogastile kennen, die Ausbildung geht über 2 Jahre, 500 Stunden, die für die Zulassung bei den Krankenkassen Voraussetzung sind.

Ein kleines Haus in einem Hinterhof, 2 Stockwerke mit jeweils einem Übungsraum, viele Fenster, hell und freundlich und die Nachbarn können zuschauen ;-).

2 Yoga-Lehrerinnen werden uns in den 2 Jahren begleiten, zu verschiedenen Themen werden Spezialisten hinzugezogen, wenn es z.B. um Anatomie und Physiologie geht. Eine der Lehrerinnen ist ganz in weiß gekleidet, sie hat etwas sehr beruhigendes, wirkt ausgeglichen und in sich ruhend. Die andere ist etwas jünger, bunter.

Heute beginnen wir mit einem Ritual zum Beginn unserer Ausbildung. Unsere Lehrerinnen singen Mantras, sie reinigen die Luft mit Wasser, dass in 4 Richtungen verteilt wird und es gibt 3 Schalen mit unterschiedlich gefärbter Asche. Jeder von und kniet vor den beiden Lehrerinnen nieder, sie sprechen Worte in Sanskrit, wir schauen uns zum ersten mal und ganz bewusst in die Augen. Dann bekommen wir 3 Striche aus den bunten Aschen auf die Stirn und knien vor jedem unserer Mitschüler nieder und sehen uns das erste mal so richtig. Dann singen wir noch gemeinsam das Om, ein sehr kräftiges und schwingendes Om, das man so selten in einer Stunde mit Menschen erlebt, mit denen man zum ersten mal Yoga praktiziert.

Ein bisschen komisch ist das schon, das habe ich so nicht erwartet aber es war ein sehr schönes Ritual und die Gesichter werde ich bestimmt alle wieder erkennen. Danach haben wir noch noch ein paar Asanas gemacht und gemeinsam gegessen, natürlich aryuvedisch und sehr lecker, auch das ist eine neue Erfahrung. Wann isst man schon ayurvedisch?! So wird nun übrigens jeder Dienstag ablaufen. Erst der praktische Teil, dann gibt es Essen, das auch direkt vor Ort gekocht wird und dann noch die Theorie. Ich freue mich und habe ein gutes Gefühl.

Als ich zu Hause in den Spiegel schaue habe ich immer noch die Asche auf der Stirn, ein schönes Gefühl.
Yoga bewegt die ganze Welt und Yoga bewegt mich. Yoga, für die einen ein Trend, für die anderen Lebensphilosophie oder auch einfach Sport. Es gibt hier kein richtig oder falsch, Yoga ist alles und für jeden auch wieder etwas anderes und das ist gut so – das darf auch so sein - das macht es so besonders.

Ich kam zum Yoga über den Sport, ganz klassisch habe ich in einem Fitnessstudio meine ersten Erfahrungen mit Yoga gemacht und möchte es heute nicht mehr missen. Vor sechs Monaten habe ich mich nun dazu entschlossen eine Ausbildung zur Yogalehrerin zu beginnen. Weil ich mehr wissen möchte, zur Philosophie, zum Sport und zu dem mir bisher eher fremden spirituellen Weg, letztlich auch zu mir.

Und über meine Erfahrungen und Erlebnisse berichte ich hier. Auf meiner Suche nach einer Yogaschule bin ich über viele interessante Seiten gestolpert und habe viel gelesen und noch mehr Fragen haben sich aufgetan. So habe ich beschlossen, aufzuschreiben, was ich erlebe, was ich finde, was mich in den nächsten 2 Jahren bewegt.